✎ Abbie Taylor - Denn niemand wird dir glauben



Titel: Denn niemand wird dir glauben
Autor: Abbie Taylor
Verlag: Goldmann
Ersterscheinung: 2009
Genre: Roman
gelesen als: eBook
Rezension vom: 18.03.16








Klappentext:

Eine Fremde hat Emmas kleinen Sohn entführt - doch niemand will ihr glauben. Für Emma Turner wird der Albtraum einer jeden Mutter wahr: Beim Einsteigen in die U-Bahn wird sie von ihrem kleinen Sohn Ritchie getrennt, die Türen schließen sich, und Emma bleibt allein am Bahnsteig zurück. Wie durch ein Wunder findet sie Ritchie an der nächsten Station wieder, denn eine hilfsbereite Fremde hat dort mit ihm gewartet. Die Frau stellt sich als Antonia vor und überredet Emma, auf den Schreck noch etwas trinken zu gehen. Doch als Emma im Café Antonia für einen Moment aus den Augen lässt, ist diese verschwunden - und hat Ritchie mitgenommen. Verzweifelt wendet sich Emma an die Polizei, aber niemand will ihr glauben.



meine Meinung:

Eigentlich war mir schon beim Lesen des Klappentextes klar, worauf die Geschichte eventuell abzielen wird, dennoch wollte ich schauen, ob die Autorin es nicht doch schafft, mich zu überraschen..
Der Anfang hat mir nicht wirklich gefallen. Man weiß quasi alles schon vom Klappentext (und vom Trailer). Eigentlich ist das gar nicht schlimm, aber es wurde irgendwie so nichtssagend dahingeschrieben. -.-' Auch hätte ich Emma am liebsten geschüttelt und sie gefragt, wie sie eigentlich so - sorry! - dämlich sein kann?!
Dann kommt die Polizei ins Spiel und auch diese Szene(n) kamen mir so unwirklich vor.. Zwar baut sich eine gewisse Spannung auf, denn man will ja wissen, was es nun mit der Entführung auf sich hat und warum Emma nicht geglaubt wird. (mein Anfangsverdacht verhärtete sich immer mehr)
Leider verwirrte mich die Geschichte mehr und mehr, je weiter sie voranschritt.. Die Szenen springen so dermaßen, dass ich manchmal kurz innehalten musste, um mich neu zu orientieren. Mal wird aus der aktuellen Sicht erzählt. Mal von früher. Mal von Träumen. Manchmal war es wie mit dem Springen eines Püppchens auf einem Spielfeld: einfach zu abgehackt.
"So benahm sich kein normaler Mensch." (S.98)
Genau das dachte ich sehr oft beim Lesen.. Nicht nur Emma stieß mir mit ihrer ganzen Art unangenehm auf. Auch die Personen und das Geschehen drumherum konnte ich mehrfach nicht verstehen. Das Meiste wirkte auf mich so unreal, sehr konstruiert und sehr durchschaubar. Es werden sowohl bei Emma, als auch bei anderen Protagonisten Klischees bedient, die besser umschifft worden wären, denn dann hätte sich das Buch von anderen absetzen können.
Die Autorin beschreibt zwar sehr schön einige Details, die den ein oder anderen Leser sicher langweilig erscheinen, aber diese Beschreibungen machten mir es erst möglich, dem Geschehen wenigstens etwas Glaubwürdiges abzugewinnen, denn die Reaktionen der einzelnen Akteure waren manchmal schon arg der Fantasie entsprungen und ich kann mir kaum vorstellen, dass all das so geschehen könnte. (von den Reaktionen, nicht von der Handlung her)
Zum Schluss hin wurde ich von der Protagonistin dann doch noch angenehm überrascht. Ihre positive Entwicklung machte es mir dann auch leichter, sie als trauernden Menschen zu sehen. Vorher hatte ich sie teilweise wirklich verachtet, denn ihr Verhalten ist einfach nicht zu entschuldigen. (und damit meine ich nicht, dass sie ihr Kind in der U-Bahn "verlor")
Meine Mutmaßung hat sich am Ende tatsächlich bestätigt. Vielleicht nicht ganz so (primitiv) wie ich gedacht habe, aber doch zumindest in die Richtung gehend.
Für mich - mal wieder - kein (Psycho)Thriller. Dafür war die Handlung einfach zu flach und zu durchscheinend. Wer schon einiges gelesen hat, wird schon anhand des Klappentextes die Story durchschauen.

©2016 Mademoiselle Cake

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