📚 Sabine stellt vor: Zu zweit tut das Herz nur halb so weh




Letzte Woche entlarvten wir mit BlaueLotusbluete tödliche Geheimnisse. In Woche 18 unseres Projekts "vergessene SchĂ€tze" stellt euch Sabine einen weiteren ihrer SchĂ€tze vor:
Zusammenfassung:

Die schon ĂŒber 80jĂ€hrige Isabelle bittet ihre farbige Friseurin Dorrie, sie zu einer Beerdigung am anderen Ende des Landes zu begleiten. Auf dieser gemeinsamen Reise kommen sich die beiden Frauen nĂ€her und Isabelle erzĂ€hlt aus ihrer Kindheit und Jugend. Keine leichte Zeit, denn die Sklaverei war zwar abgeschafft, dennoch war der Kontakt mit Farbigen nicht erlaubt. Doch Isabelle verliebt sich ausgerechnet in den Sohn der farbigen Hausangestellten – und sie ist bereit, zu ihrer Liebe zu stehen und setzt sich ĂŒber alle Konventionen hinweg. Doch das hat leider seinen Preis.



Sabines Meinung:

Ich war sehr ĂŒberrascht – positiv ĂŒberrascht, denn dass mich das Buch so fesseln wird, dass es mir so gut gefĂ€llt, hĂ€tte ich nicht gedacht, als ich es nur wenig neugierig aus meinem BĂŒcherregal gezogen habe.

Eigentlich sind es ja sogar zwei Geschichten, die die Autorin geschickt miteinander verknĂŒpft. Zum einen die von Isabelle, einer alten Dame, die von ihrer Kindheit und Jugend in den 30er Jahren erzĂ€hlt, einer Zeit, in der die Sklaverei zwar schon abgeschafft war, Menschen mit dunkler Hautfarbe aber immer noch gemieden wurden. Die andere Geschichte ist die von Dorrie, die gerade große Probleme mit ihrem Sohn hat - und diese spitzen sich zu als sie die Ă€ltere Dame quer durch das Land auf einer fĂŒr Isabelle wichtigen Reise begleitet.

Die Idee des Romans, die beiden Frauen auf einen gemeinsamen Road-Trip zu schicken, hat mir sehr gut gefallen und ich fand sie klasse umgesetzt. Vor jedem Kapitel war immer angegeben, wer gerade erzĂ€hlt und in welcher Zeit man sich befindet, so dass man gar nicht durcheinander kommen kann. Der Schwerpunkt liegt sicherlich auf der tragischen Geschichte von Isabelle, die dann in der Gegenwart ihren Abschluss findet und auch die Reise erklĂ€rt, die die beiden Frauen antreten. Isabelles Geschichte hat mich sehr berĂŒhrt, ich habe mit ihr gelitten, geweint und gehofft. Gerade in ihren Jugendjahren war sie mir sehr nahe, aber auch als Ă€ltere Frau ist sie mir sympathisch. Dorrie ist ganz anders als Isabelle, nicht nur um Jahre jĂŒnger und von dunkler Hautfarbe, sondern auch vom Charakter. Sie arbeitet hart fĂŒr sich und ihre Kinder, den Traum von einer glĂŒcklichen Beziehung hat sie fast aufgegeben - aber halt nur fast. Sie ist eine Frau, die im Leben steht und die die Dinge anpackt – auch sie habe ich sehr gemocht.

Das Buch hat mich gleich zu Anfang fesseln und packen können, gerade die Geschichte um Isabelle war sehr berĂŒhrend und emotional. Und dachte ich zunĂ€chst, zu wissen, wie das Ende sein wird, gab es im letzten Drittel noch eine Wendung, die mich hat hoffen lassen und dem Buch noch mal richtige Spannung verliehen hat. 

Mein Fazit

Eine berĂŒhrende Geschichte, die zwar mit einfachen Worten erzĂ€hlt wird, dafĂŒr umso mehr mein Herz angesprochen hat. Es ist keine seichte Liebesgeschichte, sondern eher ein Drama, das in den 30er Jahren in Amerika spielt, zu einer Zeit, als die Liebe zwischen Menschen verschiedener Hautfarben noch nicht geduldet wurde. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich habe mitgefĂŒhlt und gelitten und auch die eine oder andere TrĂ€ne vergossen. 5 Sterne!

©2014



Meinungen von anderen Lesern:




Na, was meint ihr?
Habt ihr das Buch schon gelesen? (hinterlasst doch einen Link zu eurer Rezension und ich verlinke auch euch)
- Empfindet ihr genauso?
- Habt ihr eher eine andere Meinung davon?
- Wandert das Buch direkt auf eure Wunschliste?
- Liegt es gar schon auf dem SuB?

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