­čôÜ Gisela stellt vor: Der Klang der Hoffnung



Letzte Woche hat Sabine euch in ein Familiengeheimnis eingef├╝hrt. In Woche 25 unseres Projekts 'vergessene Sch├Ątze' stellt euch Gisela erneut einen ihrer Sch├Ątze vor:
Klappentext:

»Achtet aufeinander und kommt wohlbehalten wieder nach Hause.« Das ist die letzte Bitte, die Hannas Vater an seine beiden T├Âchter und seine Frau richtet, als sie Mitte 1944 an der Rampe von Auschwitz voneinander getrennt werden. F├╝r die 15-j├Ąhrige Hanna, die als begabte Pianistin kurz vor der Aufnahme ins Konservatorium stand, sind diese Worte die letzte Verbindung zu ihrem alten Leben. Das und ihre Liebe zur Musik. Und diese Liebe bietet ihr nicht nur einen inneren Zufluchtsort, sondern auch die Chance zu ├╝berleben. Wird sie doch abkommandiert, regelm├Ą├čig im Haus des Kommandanten aufzuspielen.



Giselas Meinung:

Freitag Morgen, 02.01.2015

Ich mache mir einen Latte Machiato und relaxe auf dem Sofa. Ich nehme das Buch >Klang der Hoffnung< zur Hand. In dieser Geschichte geht es um den Holocaust. Ein Thema das nie an Aktualit├Ąt verliert. Drau├čen ist es bitterkalt. Macht nichts; ich stelle die Heizung h├Âher und kuschle mich in eine Wolldecke. Ich muss nicht frieren .....

Gleich am Anfang erkl├Ąrt die Autorin in ihrem Vorwort, dass die Personen und Handlungen erfunden sind. Die Orte hingegen real. Viele Dinge sind wirklich passiert. 
F├╝r mich wurden im Lauf der Geschichte alle Menschen real. Hanna, die begnadete Klavierspielerin, Erika, ihre taffe Schwester, die Mutter, die von den Schwestern liebevoll >Anju< genannt wird und der Vater, der ihnen wertvolle Tipps gibt.

Debrecen Sommer 1944

Hanna und ihre Familie sind von der Aussenwelt abgeschottet. Durch Mauern werden die Juden von anderen Menschen ferngehalten. Sie d├╝rfen sich nicht mehr frei bewegen und m├╝ssen zu einer bestimmten Zeit in ihren H├Ąusern sein. Trotzdem ist Hanna gl├╝cklich mit ihrer Familie zusammen zu sein. Das Essen k├Âchelt auf dem Ofen und das Haus ist von der Mutter auf Hochglanz poliert. Auf dem Klavier vergisst Hanna ihre Umwelt und taucht in die Welt der Klassik ein. Sie hat ein Stipendium f├╝r das Budapester Musikkonservatorium ......

Doch; so soll es nicht bleiben. Sie m├╝ssen ihre Wertsachen hergeben und das Haus verlassen.Treffpunkt f├╝r alle Juden ist die Sery Ziegelei Das Hanna ihr Klavier zur├╝cklassen muss, bricht ihrem Vater das Herz. Hanna nimmt sich die Cestaste heimlich mit. Sie soll der Familie Gl├╝ck bringen. Da trifft der Vater Vorsorge ....

In einem Zug ohne Toiletten und Fenster, werden sie wie >VIEH< nach Auschwitz Birkenau verfrachtet. Wasser und Nahrung sind Mangelware. Die Ausd├╝nstungen der ungewaschenen Menschen sind unertr├Ąglich. Ihre Notdurft muss in einem Eimer verrichtet werden, den man nirgends ausleeren kann.

Im Lager angekommen werden sie in einer Baracke einquartiert, wie sie sch├Ąbiger nicht sein kann. Vom Vater werden sie getrennt.
Die Essensration, die ihnen zugeteilt wird, ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel. Schmutziges Wasser und altbackenes Brot ist nun ihre Nahrung. Man kann zuschauen wie Hanna, Erika und die Mutter abmagern. Die schwere Arbeit tut ihr ├ťbriges. Kein Tag vergeht, an dem nicht ein Insasse entkr├Ąftet zusammenbricht.

Hanna bekommt von der Aufseherin ein Kleid und einen Mantel. Auch abgetragene Schuhe und etwas Schminke. Sie soll sich bei dem Kommandanten als Pianistin bewerben. Sie bekommt die Stelle.
Fortan an darf sie nun in einem geheizten Raum ihre Tage verbringen. Die Musikw├╝nsche f├╝r den grausamen Kommandanten bereiten ihr keine Schwierigkeiten. In dessem Musikzimmer kann sie f├╝r ein paar Stunden der Realit├Ąt entfliehen. Sie hat deswegen ein schlechtes Gewissen. Ihre Familie muss weiterhin schuften und frieren.
Der Sohn des Kommandanten sitzt auf einem Stuhl in der Ecke. Seine Nase steckt in einem Buch.......
Im Haus des Kommandanten gibt es die k├Âstlichsten Speisen. Hanna darf weder etwas essen, trinken noch zur Toilette gehen ......

Als Hanna eines Abends ins Lager zur├╝ckgebracht wird, ist ihre Mutter spurlos verschwunden....

Fazit

Freitag Abend, 02.01.2015

Drau├čen ist es bereits dunkel. Ich habe eben das Buch beendet. Ich versp├╝re gro├čen Hunger und ├╝berlege, mit was ich mir mein Brot belege. Ist noch gen├╝gend Schinken da oder Salami? Oder; reicht nicht auch Brot allein? Ich betrachte den Inhalt meines K├╝hlschranks und sehe Reichtum pur! Ich habe den Tag damit verbracht, Hanna und vielen anderen Menschen beim Hungern zuzusehen. 
Genervt l├╝fte ich die ├╝berheizte Wohnung. Hanna und ihre Familie mussten st├Ąndig frieren.
Kann ich eigentlich sagen, dass mir das Buch gefallen hat? Bei dem Inhalt???

Ja; das kann ich. Trotz der schlimmen Geschehnisse hat die Autorin es geschafft, eine Geschichte mit viel Herz zu schreiben. Sie hat mich zum Nachdenken angeregt. Wie h├Ątte ich mich als Aufseherin verhalten? W├Ąre ich auch brutal gewesen, aus Angst mein Leben zu verlieren? H├Ątte ich die unmenschlichen Strapazen ausgehalten? 

Ich wei├č, es wird ein paar Tage dauern und dann verblasst diese Geschichte in meinem Kopf. Eines wird jedoch bleiben. Wenn ich ab jetzt ein Piano sehe, denke ich an Hanna und den Klang der Hoffnung. Ach, und ehe ich es vergesse. Ich habe Karl, den Sohn des Kommandanten in mein Herz geschlossen. Warum? Das m├╝sst Ihr selber herausfinden!

Liebe Suzy Zail, Danke f├╝r diese wunderbare Geschichte.

Ich vergebe 5 Sterne und eine klare Empfehlung!

An B├╝cher.de einen herzlichen Dank.

©2015



Meinungen von anderen Lesern:

Nina von BOOK BLOSSOM



Na, was meint ihr?
Habt ihr das Buch schon gelesen? (hinterlasst doch einen Link zu eurer Rezension und ich verlinke auch euch)
- Empfindet ihr genauso?
- Habt ihr eher eine andere Meinung davon?
- Wandert das Buch direkt auf eure Wunschliste?
- Liegt es gar schon auf dem SuB?

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2 commenti:

  1. Hallo!
    Und schon wieder ein Buch in meinem Besitz =)Allerdings habe ich es noch immer nicht gelesen und es steht noch im SuB-Regal. So gibt es diesmal keine Rezi von mir. Allerdings hat meine Tochter schon eine Rezi dazu geschrieben, die ich dir hier verlinke:
    http://book-blossom.blogspot.co.at/2015/05/der-klang-der-hoffnung.html
    Alles Liebe
    Martina

    AntwortenL├Âschen
    Antworten
    1. Du kennst aber auch alles, oder?! xD
      Ich habe deine Tochter mal oben verlinkt. :)
      Lustig, dass ihr beide einen Blog f├╝hrt. Und auch noch so unterschiedlich.

      L├Âschen

Ich freu mich, wenn du mir etwas sagen magst.